Nach zwei gemeinsamen Wochen mit meiner Cousine Stefanie bin ich ab heute wieder alleine in Ndola.
Nach unserem gemeinsamen, wunderschönen und erholsamen Wochenendtrip konnte ich Stefanie in der vergangen Woche ein wenig von meinem Leben in Sambia zeigen. Morgens begleitete sie mich auf die Arbeit ins Waisenhaus, was mir die Arbeitsatmosphäre natürlich um einiges versüßt hatte. Eine kleine Spende meiner Tante machte es möglich, dass wir in Ndola zusammen auf Shoppingtour gingen, um ein paar Kleinigkeiten für die Kinder zu kaufen. Wir wurden fündig und mit voll bepackten Tüten kehrten wir zurück zu den Kindern. Neben einigen kleinen Spielsachen, wie Bälle, Autos, Duplo, Rasseln und einer Puppe kauften wir Trinkbecher, Beißringe für die Babys und etwas Bastelmaterial, um das Zimmer der Säuglinge etwas kindgerechter zu gestalten. Zum ersten Mal bekam ich für das was ich auf der Arbeit tue eine Art Anerkennung. Die Frauen haben sich über die Zimmergestaltung sehr gefreut und waren ehrlich begeistert. Ganz anders sah das natürlich mit den Trinkbechern aus. Ich finde es super praktisch und werde mich diesbezüglich weiterhin durchsetzten. Die Kinder waren natürlich hell auf begeistert. Sie kommen im Spiel total aus sich raus und sitzen nicht mehr nur passiv da. Das Geschrei und Geheule ist weniger geworden, weil sie sich jetzt einfach sinnvoll beschäftigen können. So, wie es Kinder eben tun sollten. Danke Gertrud, damit hast du den Kindern so viel Gutes getan!
Neben dem arbeiten im Waisenhaus, nahmen wir uns den ein oder anderen Tag frei, sodass ich Stefanie auch etwas außerhalb Ndola zeigen konnte. So sind wir letzte Woche Donnerstag mit Linda und ihrem Freund Sascha (der auch gerade zu Besuch hier ist) mit dem Bus nach Kitwe gefahren. Dort besuchten wir den großen Kitwemarkt, meine Gastfamilie, sowie meine alte Arbeitsstelle St. Martins.
Im Waisenhaus in Kitwe musste ich erfahren, dass mein kleiner Sohn Felix einige Tage zuvor verstorben ist. Nachdem er wochenlang Durchfall hatte, wurde er zu spät ins Krankenhaus gebracht. Dort kam jede Hilfe zu spät. Mein kleines Baby musste mit nur 17 Monaten sterben, weil diese Frauen nicht aufmerksam genug waren, um zu erkennen wie Ernst es um ihn war. Wie oft habe ich solche Situationen dort miterlebt. Doch ich war da und konnte mich nach langen Diskussionen immer durchsetzten, um das Schlimmste zu verhindern. Letzte Woche war ich nicht da. Vielleicht hätte ich es verhindern können. Vielleicht würde Felix jetzt noch leben, wenn ich in Kitwe geblieben wäre. Ganz bestimmt sogar. Es macht mich verdammt wütend, doch noch mehr macht es mich traurig. Felix war mein Baby! Zu Beginn meiner Zeit in Kitwe hatte er wie alle andern Kinder solche Berührungsängste gehabt. Das hatte sich bei ihm ganz schnell geändert. Er wurde zu meinem Muzungubaby, wie die Frauen ihn nannten. Er war mein Sohn und immer bei mir. Wenn ich etwas anderes zu tun hatte, dann lag er im Chitenge auf meinem Rücken. Ich hab ihm das Laufen beigebracht. Und ich hab ihm das Lachen beigebracht. Felix war für mich nicht irgendein Kind, er war mein Kind. In seinem kurzen Leben war ich wahrscheinlich die einzige, von der er Liebe und Zuwendung erfahren durfte. Sein Tod hat mich ziemlich mitgenommen. Etwas Schlimmeres hätte hier wohl nicht passieren können. So etwas wollte ich in meiner Zeit in Afrika niemals erleben. Und dann ausgerechnet mein kleiner Junge…
Diese ganzen kleinen Schicksalsschläge sind tragisch und oft nicht nachvollziehbar. Man fühlt sich hilflos und machtlos. Letzte Woche bekamen wir drei neue Kleinkinder. Alle HIV positiv! In Kitwe wurde letzte Woche ein Neugeborenes in einem Zementsack am Straßenrand gefunden. Jemand hatte es kurz nach der Geburt einfach dort ausgesetzt. Es hat überlebt. Sister Livia hat es im Waisenhaus aufgenommen.
Es war eine Woche voller Gegensätze. Die Zeit mit meiner Cousine war wunderbar. Ich habe es genossen ihr meine kleine Welt hier in Sambia zu zeigen. Trotz großer Trauer haben wir viel unternommen, viel gesehen und viel gelacht, weil sie mich ablenken konnte.
Bis bald
Liebste Grüße von eurer Franzi
Dienstag, 16. März 2010
Dienstag, 9. März 2010
Von einem Urlaubsbericht zum nächsten…
Diesmal war es jedoch „nur“ ein kleiner Wochenendtrip mit meiner lieben Cousine Stefanie. Letzte Woche Dienstag landete sie planmäßig am Flughafen in Ndola. Wie vermutet, wurde ihr Gepäck in Johannesburg erst einmal „zwischengelagert“ und so kam sie leider ohne Gepäck an. Doch wir mussten zum Glück nicht lange warten und so konnten wir am Dienstag den Koffer am Flughafen abholen. Für mich war es wie Weihnachten und Geburtstag zusammen, die tollen Mitbringsel aus Deutschland auszupacken.
Unsere erste gemeinsame Woche gestaltete sich sehr ruhig und stressfrei. Morgens sind wir zusammen ins Waisenhaus zu den Kindern gegangen. Hier konnte sich Stefanie in ihrer ersten Woche ihr eigenes Bild von meinem Arbeitsfeld machen. Die Nachmittage nahmen wir uns frei, sodass ich Stefanie ein wenig von Masala und der Umgebung in Ndola zeigen konnte.
Über das Wochenende hatten wir einen kleinen Ausflug in den Süden Sambias geplant. Zumindest soweit, wie das hier mit dem Planen möglich ist.
Am Freitagmorgen um 4:30Uhr ging es dann mit dem Bus auf nach Lusaka. Nach einer nur 4-stündigen Fahrt erreichten wir die Hauptstadt. Erst einmal nur als Zwischenstopp. Relativ schnell bekamen wir einen Anschlussbus nach Chirundu. Nach weiteren 2 Stunden Fahrt im Minibus erreichten wir dieses kleine Dörfchen, welches am längsten Fluss Sambias liegt. Dem Sambesi. Außerdem markiert Chirundu den Hauptgrenzübergang nach Zimbabwe. Außer unzähligen wartenden Lkws und ein paar wenigen Hütten findet man dort nichts. So haben wir uns in ein Taxi gesetzt und sind weitere 12 km Busch einwärts auf eine Lodge zugesteuert. Hier wollten wir eine Nacht verbringen, um von dort aus am nächsten Morgen eine kleine Bootsafari auf dem Sambesi River zu unternehmen. Nach dem Frühstück ging es los. Neben vielen verschiedenen bunten Vögeln konnten wir leider „nur“ einige Elefanten am Ufer und unzählige Nilpferde sehen. In der Regenzeit, wenn sich auf dem Land große Wasserpfützen bzw. kleine Seen bilden, kommen nur wenige Tiere ans Flussufer. Sie trinken und waschen sich an diesen Wasserstellen auf dem Land und daher bekamen wir leider keine Zebras, Antilopen oder ähnliches zu Gesicht. Für uns war der Ausflug trotzdem ein tolles Erlebnis. Wahnsinn wie nah man diesen Tieren kommen kann, ohne dass sie sich dadurch gestört fühlen und weglaufen.
Nachdem wir von der Safari zurück waren, machten wir uns direkt, aber ohne Stress auf den Weg zurück nach Lusaka. Die nächsten zwei Nächte verbrachten wir in dem Backpackerhostel, in dem ich schon im Dezember letzten Jahres mit Linda unterkam. Zum einen hat dieses Hostel, so finde ich, eine ganz besondere Atmosphäre und zum anderen liegt es sehr zentral in der Stadt. So haben Stefanie und ich den Samstagabend, den Sonntag und den Montagmorgen noch in Lusaka verbringen können. Wir nutzen die Zeit, um einfach etwas von der Stadt zu sehen. Zum Beispiel besuchten wir „Cultural Village“, welches ich bisher auch noch nicht besucht hatte. Hier arbeiten zahlreiche Holzschnitzer, die ihre Werke dort verkaufen. Versunken in einen Shoppingrausch konnte ich hier mit Stefanie zusammen meine ersten Mitbringsel kaufen.
Fazit: Das Wochenende verlief wie am Schnürchen. Kaum zu glauben, dass es wirklich zu keinen größeren Pannen kam. Mal ganz abgesehen davon, dass wir uns beide böse, böse verbrannt haben. Und das in der Regenzeit und nachdem ich in der Hitze Zanzibars so gut wie nie einen Sonnenbrand hatte. Wenn’s das nur ist... Wir können sagen: Schön war’s!!! Und das ist doch die Hauptsache. Wir habend das erste gemeinsame Wochenende voll ausgenutzt und jetzt freue ich mich auf die zweite, aber auch leider schon letzte Woche mit Stefanie in Sambia.
Bis bald.
Eure Franzi
Unsere erste gemeinsame Woche gestaltete sich sehr ruhig und stressfrei. Morgens sind wir zusammen ins Waisenhaus zu den Kindern gegangen. Hier konnte sich Stefanie in ihrer ersten Woche ihr eigenes Bild von meinem Arbeitsfeld machen. Die Nachmittage nahmen wir uns frei, sodass ich Stefanie ein wenig von Masala und der Umgebung in Ndola zeigen konnte.
Über das Wochenende hatten wir einen kleinen Ausflug in den Süden Sambias geplant. Zumindest soweit, wie das hier mit dem Planen möglich ist.
Am Freitagmorgen um 4:30Uhr ging es dann mit dem Bus auf nach Lusaka. Nach einer nur 4-stündigen Fahrt erreichten wir die Hauptstadt. Erst einmal nur als Zwischenstopp. Relativ schnell bekamen wir einen Anschlussbus nach Chirundu. Nach weiteren 2 Stunden Fahrt im Minibus erreichten wir dieses kleine Dörfchen, welches am längsten Fluss Sambias liegt. Dem Sambesi. Außerdem markiert Chirundu den Hauptgrenzübergang nach Zimbabwe. Außer unzähligen wartenden Lkws und ein paar wenigen Hütten findet man dort nichts. So haben wir uns in ein Taxi gesetzt und sind weitere 12 km Busch einwärts auf eine Lodge zugesteuert. Hier wollten wir eine Nacht verbringen, um von dort aus am nächsten Morgen eine kleine Bootsafari auf dem Sambesi River zu unternehmen. Nach dem Frühstück ging es los. Neben vielen verschiedenen bunten Vögeln konnten wir leider „nur“ einige Elefanten am Ufer und unzählige Nilpferde sehen. In der Regenzeit, wenn sich auf dem Land große Wasserpfützen bzw. kleine Seen bilden, kommen nur wenige Tiere ans Flussufer. Sie trinken und waschen sich an diesen Wasserstellen auf dem Land und daher bekamen wir leider keine Zebras, Antilopen oder ähnliches zu Gesicht. Für uns war der Ausflug trotzdem ein tolles Erlebnis. Wahnsinn wie nah man diesen Tieren kommen kann, ohne dass sie sich dadurch gestört fühlen und weglaufen.
Nachdem wir von der Safari zurück waren, machten wir uns direkt, aber ohne Stress auf den Weg zurück nach Lusaka. Die nächsten zwei Nächte verbrachten wir in dem Backpackerhostel, in dem ich schon im Dezember letzten Jahres mit Linda unterkam. Zum einen hat dieses Hostel, so finde ich, eine ganz besondere Atmosphäre und zum anderen liegt es sehr zentral in der Stadt. So haben Stefanie und ich den Samstagabend, den Sonntag und den Montagmorgen noch in Lusaka verbringen können. Wir nutzen die Zeit, um einfach etwas von der Stadt zu sehen. Zum Beispiel besuchten wir „Cultural Village“, welches ich bisher auch noch nicht besucht hatte. Hier arbeiten zahlreiche Holzschnitzer, die ihre Werke dort verkaufen. Versunken in einen Shoppingrausch konnte ich hier mit Stefanie zusammen meine ersten Mitbringsel kaufen.
Fazit: Das Wochenende verlief wie am Schnürchen. Kaum zu glauben, dass es wirklich zu keinen größeren Pannen kam. Mal ganz abgesehen davon, dass wir uns beide böse, böse verbrannt haben. Und das in der Regenzeit und nachdem ich in der Hitze Zanzibars so gut wie nie einen Sonnenbrand hatte. Wenn’s das nur ist... Wir können sagen: Schön war’s!!! Und das ist doch die Hauptsache. Wir habend das erste gemeinsame Wochenende voll ausgenutzt und jetzt freue ich mich auf die zweite, aber auch leider schon letzte Woche mit Stefanie in Sambia.
Bis bald.
Eure Franzi
Montag, 22. Februar 2010
Zurück in Sambia
Wo fange ich an?
Nach einer wenig erfolgreichen, aber trotzdem super, super schönen Seminarwoche in Tansania haben Linda und ich gemeinsam mit unseren Freunden aus Mpika (Susi, Franzi und Carsten) einen 2-wöchigen Traumurlaub auf Zanzibar verbracht.
Mit dem Urlaub auf Zanzibar konnte ich wieder einmal eine ganz andere Seite Afrikas kennengelernt, was super interessant war. Zanzibar ist der Beweis dafür, das Afrika nicht nur dieses eine Bild, von Armut, wilden Tieren und Abenteuer widerspiegelt, sondern ein super vielfältiger Kontinent mit ganz vielen verschiedenen Facetten ist. Die Insel- die Menschen, die dort leben, das Essen, die Stadtbilder, die Natur- alles ist sehr muslimisch/ arabisch geprägt. Ja, einfach komplett anders, als das Afrika, wie ich es bisher kenne gelernt habe.
Die Insel am indischen Ozean ist landschaftlich atemberaubend schön. Das reinste Paradies!!! Weiße Strände, kristallklares Wasser, Palmen, Sonne, Sonne, Sonne und noch mehr Sonne. Natürlich haben wir das genutzt und einige Tage einfach faul am Strand relaxt. Neben dem entspannen an Traumständen, legten wir aber auch wert darauf in unserem Urlaub etwas die Insel zu erkunden. Bei einer Spicetour zum Beispiel konnten wir alle möglichen Gewürze wachsen sehen, riechen und probieren. Die Krönung dieser Spicetour war das gemeinsame, abschließende Mittagessen, bei dem alle Gewürze noch einmal aufgetischt wurden. Natürlich wurde auf dem Boden und mit den Händen gegessen.
Zum andern haben wir letzte Woche eine Insel namens Prisonirland besucht. Diese Insel ist mit dem Motorboot ca. 25 Minuten von Zanzibar entfernt. Dort wurden früher die ungehorsamen Sklaven hin gebracht, gefoltert und eingesperrt. Heute gibt es auf der kleinen Insel eines der teuersten Hotels in Afrika und einen kleinen Park, in dem Riesenschildkröten zu Hause sind. Das war natürlich auch noch mal super interessant zu sehen. Riiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiießen Schildkröten! Diesen Ausflug haben wir mit einer Schnorcheltour im Ozean verbunden. Auch wenn ich das Schnorcheln nicht wirklich für mich entdeckt habe, kann ich sagen, dass es eine super schöne, neue und interessante Erfahrung war und für die kurze Zeit, die ich unter Wasser verbracht habe, konnte ich doch einiges schönes von der Unterwasserwelt sehen.
Ein anderes Highlight war der Nachtmarkt in Stonetown. Wenn die Sonne untergeht, bauen die Fischer in der Hauptstadt auf einem Markt ihre Stände auf, um den frisch gefangenen Fisch des Tages zu verkaufen. Die Atmosphäre ist einfach toll. Hier haben wir abends oft gesessen und unser Abendessen genossen. Natürlich gab es immer Fisch. Dazu Fladenbrot, Samosas= kleine Teigtaschen gefüllt mit Gemüse oder Fleisch und dazu einen leckeren Saft aus Zuckerrohr. Ein kulinarischer Hochgenuss!!! Nachdem man das Essen an den Ständen ausgewählt hat, es auf den Grill geworfen wurde, und einen Preis ausgehandelt hat, setzt man sich gemütlich an eine Art Strandpromenade und genießt einfach diese unglaublich schöne Atmosphäre…
Ein anderes Highlight war das Ostafrikafestival, welches zufälligerweise genau in dieser Woche in Stonetown stattfand, als wir dort waren. Bis in die Nacht haben wir auf afrikanische Musik getanzt und hatten richtig viel Spaß.
Natürlich ging der Urlaub nicht ohne Probleme und Komplikationen von statten. Das wäre wohl auch zu schön gewesen. Leider mussten wir mit ansehen, wie unsere erste super schöne Unterkunft abbrannte. Wir können alle von Glück reden, dass uns und den Hotelmitarbeitern nichts passiert ist. Wir 5 waren die einzigen Gäste zu diesem Zeitpunkt und glücklicherweise direkt vor Ort, als das Feuer ausbrach. Genauer genommen saßen wir alle in dem Haus, welches als erstes Feuer fing. Im ersten Moment realisierten wir alle überhaupt nicht die Ernsthaftigkeit. Uns war glaub` allen nicht bewusst, welches Ausmaß dieses Feuer annehmen würde. Wir halfen den Hotelmitarbeitern die Restauranteinrichtung in Sicherheit zu bringen, bis einer von uns auf die sinnvolle Idee kam, dass wir uns auch mal um unsere Sachen kümmern sollten. Plötzlich ging alles sehr schnell und innerhalb weniger Minuten stand die gesamte Anlage in Flammen. In letzter Minute konnten wir unsere Hab und Gut in Sicherheit bringen. Glücklicherweise sind wir alle nur mit einem rießen Schock davon gekommen.
Alles in Allem war dieser Urlaub einfach nur der absolute Traumurlaub, wunderbarschön, gigantisch, paradiesisch, abwechslungsreich und toll. Wahrscheinlich nicht zuletzt, weil wir als Gruppe einfach perfekt harmoniert haben. Linda, Susi, Franzi, Carsten, ich würde das immer wieder mit euch tun.
Einige Situationen, Momente und Erlebnisse kann ich euch in Worten überhaupt nicht beschrieben, weil sie einfach viel zu besonders waren. Oder wie Carsten sagen würde: „ein Gefühl!“ :-)
Jetzt bin ich wieder in Sambia, genieße die Regenzeit, zähle die Tage bis meine liebste Cousine endlich zu mir kommt und starte gut gestärkt ins zweite Halbjahr.
Franzi :-)
P.S.: Leider gibt es noch keine Urlaubsilder!! Der PC hat auf der Reise seinen Geist aufgegeben. Müsst euch noch ca. 2 Wochen gedulden, dann bekommt ihr Bilder wie aus dem Bilderbuch zu sehen :-)
Nach einer wenig erfolgreichen, aber trotzdem super, super schönen Seminarwoche in Tansania haben Linda und ich gemeinsam mit unseren Freunden aus Mpika (Susi, Franzi und Carsten) einen 2-wöchigen Traumurlaub auf Zanzibar verbracht.
Mit dem Urlaub auf Zanzibar konnte ich wieder einmal eine ganz andere Seite Afrikas kennengelernt, was super interessant war. Zanzibar ist der Beweis dafür, das Afrika nicht nur dieses eine Bild, von Armut, wilden Tieren und Abenteuer widerspiegelt, sondern ein super vielfältiger Kontinent mit ganz vielen verschiedenen Facetten ist. Die Insel- die Menschen, die dort leben, das Essen, die Stadtbilder, die Natur- alles ist sehr muslimisch/ arabisch geprägt. Ja, einfach komplett anders, als das Afrika, wie ich es bisher kenne gelernt habe.
Die Insel am indischen Ozean ist landschaftlich atemberaubend schön. Das reinste Paradies!!! Weiße Strände, kristallklares Wasser, Palmen, Sonne, Sonne, Sonne und noch mehr Sonne. Natürlich haben wir das genutzt und einige Tage einfach faul am Strand relaxt. Neben dem entspannen an Traumständen, legten wir aber auch wert darauf in unserem Urlaub etwas die Insel zu erkunden. Bei einer Spicetour zum Beispiel konnten wir alle möglichen Gewürze wachsen sehen, riechen und probieren. Die Krönung dieser Spicetour war das gemeinsame, abschließende Mittagessen, bei dem alle Gewürze noch einmal aufgetischt wurden. Natürlich wurde auf dem Boden und mit den Händen gegessen.
Zum andern haben wir letzte Woche eine Insel namens Prisonirland besucht. Diese Insel ist mit dem Motorboot ca. 25 Minuten von Zanzibar entfernt. Dort wurden früher die ungehorsamen Sklaven hin gebracht, gefoltert und eingesperrt. Heute gibt es auf der kleinen Insel eines der teuersten Hotels in Afrika und einen kleinen Park, in dem Riesenschildkröten zu Hause sind. Das war natürlich auch noch mal super interessant zu sehen. Riiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiießen Schildkröten! Diesen Ausflug haben wir mit einer Schnorcheltour im Ozean verbunden. Auch wenn ich das Schnorcheln nicht wirklich für mich entdeckt habe, kann ich sagen, dass es eine super schöne, neue und interessante Erfahrung war und für die kurze Zeit, die ich unter Wasser verbracht habe, konnte ich doch einiges schönes von der Unterwasserwelt sehen.
Ein anderes Highlight war der Nachtmarkt in Stonetown. Wenn die Sonne untergeht, bauen die Fischer in der Hauptstadt auf einem Markt ihre Stände auf, um den frisch gefangenen Fisch des Tages zu verkaufen. Die Atmosphäre ist einfach toll. Hier haben wir abends oft gesessen und unser Abendessen genossen. Natürlich gab es immer Fisch. Dazu Fladenbrot, Samosas= kleine Teigtaschen gefüllt mit Gemüse oder Fleisch und dazu einen leckeren Saft aus Zuckerrohr. Ein kulinarischer Hochgenuss!!! Nachdem man das Essen an den Ständen ausgewählt hat, es auf den Grill geworfen wurde, und einen Preis ausgehandelt hat, setzt man sich gemütlich an eine Art Strandpromenade und genießt einfach diese unglaublich schöne Atmosphäre…
Ein anderes Highlight war das Ostafrikafestival, welches zufälligerweise genau in dieser Woche in Stonetown stattfand, als wir dort waren. Bis in die Nacht haben wir auf afrikanische Musik getanzt und hatten richtig viel Spaß.
Natürlich ging der Urlaub nicht ohne Probleme und Komplikationen von statten. Das wäre wohl auch zu schön gewesen. Leider mussten wir mit ansehen, wie unsere erste super schöne Unterkunft abbrannte. Wir können alle von Glück reden, dass uns und den Hotelmitarbeitern nichts passiert ist. Wir 5 waren die einzigen Gäste zu diesem Zeitpunkt und glücklicherweise direkt vor Ort, als das Feuer ausbrach. Genauer genommen saßen wir alle in dem Haus, welches als erstes Feuer fing. Im ersten Moment realisierten wir alle überhaupt nicht die Ernsthaftigkeit. Uns war glaub` allen nicht bewusst, welches Ausmaß dieses Feuer annehmen würde. Wir halfen den Hotelmitarbeitern die Restauranteinrichtung in Sicherheit zu bringen, bis einer von uns auf die sinnvolle Idee kam, dass wir uns auch mal um unsere Sachen kümmern sollten. Plötzlich ging alles sehr schnell und innerhalb weniger Minuten stand die gesamte Anlage in Flammen. In letzter Minute konnten wir unsere Hab und Gut in Sicherheit bringen. Glücklicherweise sind wir alle nur mit einem rießen Schock davon gekommen.
Alles in Allem war dieser Urlaub einfach nur der absolute Traumurlaub, wunderbarschön, gigantisch, paradiesisch, abwechslungsreich und toll. Wahrscheinlich nicht zuletzt, weil wir als Gruppe einfach perfekt harmoniert haben. Linda, Susi, Franzi, Carsten, ich würde das immer wieder mit euch tun.
Einige Situationen, Momente und Erlebnisse kann ich euch in Worten überhaupt nicht beschrieben, weil sie einfach viel zu besonders waren. Oder wie Carsten sagen würde: „ein Gefühl!“ :-)
Jetzt bin ich wieder in Sambia, genieße die Regenzeit, zähle die Tage bis meine liebste Cousine endlich zu mir kommt und starte gut gestärkt ins zweite Halbjahr.
Franzi :-)
P.S.: Leider gibt es noch keine Urlaubsilder!! Der PC hat auf der Reise seinen Geist aufgegeben. Müsst euch noch ca. 2 Wochen gedulden, dann bekommt ihr Bilder wie aus dem Bilderbuch zu sehen :-)
Samstag, 6. Februar 2010
Nur ganz kurz:
Am Sonntag sind wir nach fast zwei Tagen Zugfahrt in Dar res Salaam in Tansania angekommen. Die Zugfahrt war sehr anstrengend, aber auch sehr, sehr schoen. Als wir mit dem Zug durch einen Nationalpark in Tansnaia fuhren, konnten wir sogar Tiere sehen. Affen, Giraffen, Elefanten, Antilopen,...! Safari aus dem Zug. Es war einfach wahnsinnig toll. In Dar res Salam angekommen, haben iwr uns leider etwas zu frueh gefreut, dass alles so klatt lief. Mit einem Taxi, sind wir am spaeten Abend dann vom Bahnhof an das Serminarhaus gebracht worden. Nachdem wir von der Polizei wegen falschparken und ueberfuelltem Auto angekhalten wurden, mussten wir 5 fuer die Geldstafe aufkommen, da der Taxifahrere selbst kein Geld dabei hatte. Kurz vor unserem Ziel in Bagamoyo ist dann der Reifen geplatzt und wir standen irgendwo in Afrika mitten auf einer Landstrasse. Schade, dass der Taxifahrer weder einen Ersatzreifen, noch einen Wagenheber dabei hatte. So hat er sich auf die Suche gemacht und uns 5 Deutschen entsetzt zurueckgelassen. Er kam irgendwann zurueck und als der Reifen gewechselt war, konnte es weiter gehen. DA hatrten wir uns zu frueh gefreut. Waere ja auch echt mal was Neues gewesen: Eine Reise ohne Pannen!!!
Das was ich bisher an Land und Leuten in Tansania gesehen habe ist der absolute wahnsinn. Es ist ganz anderes, als Sambia! Wir sind direkt am indischen Ozean. Wenn wir fuenf Minuten durch eine Allee aus Mangobauemen laufen, sind wir am Strand. Das tropische Klima macht mir im Moment etwas zu schaffen. Wir haben taeglich an die 40Grad. Natuerlich geniesse ich es, aber mir faellt es schwer, gerade waehrend dem Seminar, produktiv zu arbeiten. Wir machen viele Pausen. Die nutzten wir, um neue Energie und Kraft zu sammeln, indem wir im Ozean schwimmen gehen, oder uns die wunderschoene Stadt Bagamoyo anscheuen. Einfach wunderschoen hier.
Am Dienstag ist das Semnar zu ende und es geht weiter! Mit einem Seegelboot (@Papa: mit Motor!) machnen wir uns ueber den indischen Ozean nach Sansibar. Die Bootsfahrt dauert ca. 4 1/2 Stunden und kostet pro Person ca. 10 Euro. Wir haettena uch die Moeglichkeit mit der ueblichen Faehre zu reisen. DAs wuerde nicht all zu lange dauer, aber wir freuen uns einfach auf eine weitere spannende Erfagrung und deshalb haben wir uns fuer dieses klapprige Boot entschieden. Ich bin sicher es wird super.
Mit viel Glueck kommen wir dann am Dienstagaben auf Sansibar an. Mittwoch wird gefeiert und der der offizielle Urlaub eingelaeutet :-) Wir haben super viele Plaene fuer die Woche (oder villeciht zwei Wochen) auf SAnsibar. Es gibt id eMoeglichkeit mit Delphinen zu schwimmen, oder eine Gewueztour ueber die Insel zu starten, wir koennen schnorcheln, oder einfach am Stand chillen. Traumhaft. Ich frage mich, wie es wird, da es jetzt schon wie im Paradies ist... Es ist paradisisch!!!
So, das war nur ganz kurz. Ich melde mich mit Fotos wieder ausfuehrlicher, wenn ich *zu Hause* in Ndola bin. Dann schreibe ich auch etwas ueber das Seminar. Das ist im Momnent bisschen schwierig.
Vielleicht bekommt ihr aber auch vorher nochmal einenkleinen reisebericht.
Ich sende euch super sonnige Urlaubsgruesse nach Hause, Eure Franzi
Am Sonntag sind wir nach fast zwei Tagen Zugfahrt in Dar res Salaam in Tansania angekommen. Die Zugfahrt war sehr anstrengend, aber auch sehr, sehr schoen. Als wir mit dem Zug durch einen Nationalpark in Tansnaia fuhren, konnten wir sogar Tiere sehen. Affen, Giraffen, Elefanten, Antilopen,...! Safari aus dem Zug. Es war einfach wahnsinnig toll. In Dar res Salam angekommen, haben iwr uns leider etwas zu frueh gefreut, dass alles so klatt lief. Mit einem Taxi, sind wir am spaeten Abend dann vom Bahnhof an das Serminarhaus gebracht worden. Nachdem wir von der Polizei wegen falschparken und ueberfuelltem Auto angekhalten wurden, mussten wir 5 fuer die Geldstafe aufkommen, da der Taxifahrere selbst kein Geld dabei hatte. Kurz vor unserem Ziel in Bagamoyo ist dann der Reifen geplatzt und wir standen irgendwo in Afrika mitten auf einer Landstrasse. Schade, dass der Taxifahrer weder einen Ersatzreifen, noch einen Wagenheber dabei hatte. So hat er sich auf die Suche gemacht und uns 5 Deutschen entsetzt zurueckgelassen. Er kam irgendwann zurueck und als der Reifen gewechselt war, konnte es weiter gehen. DA hatrten wir uns zu frueh gefreut. Waere ja auch echt mal was Neues gewesen: Eine Reise ohne Pannen!!!
Das was ich bisher an Land und Leuten in Tansania gesehen habe ist der absolute wahnsinn. Es ist ganz anderes, als Sambia! Wir sind direkt am indischen Ozean. Wenn wir fuenf Minuten durch eine Allee aus Mangobauemen laufen, sind wir am Strand. Das tropische Klima macht mir im Moment etwas zu schaffen. Wir haben taeglich an die 40Grad. Natuerlich geniesse ich es, aber mir faellt es schwer, gerade waehrend dem Seminar, produktiv zu arbeiten. Wir machen viele Pausen. Die nutzten wir, um neue Energie und Kraft zu sammeln, indem wir im Ozean schwimmen gehen, oder uns die wunderschoene Stadt Bagamoyo anscheuen. Einfach wunderschoen hier.
Am Dienstag ist das Semnar zu ende und es geht weiter! Mit einem Seegelboot (@Papa: mit Motor!) machnen wir uns ueber den indischen Ozean nach Sansibar. Die Bootsfahrt dauert ca. 4 1/2 Stunden und kostet pro Person ca. 10 Euro. Wir haettena uch die Moeglichkeit mit der ueblichen Faehre zu reisen. DAs wuerde nicht all zu lange dauer, aber wir freuen uns einfach auf eine weitere spannende Erfagrung und deshalb haben wir uns fuer dieses klapprige Boot entschieden. Ich bin sicher es wird super.
Mit viel Glueck kommen wir dann am Dienstagaben auf Sansibar an. Mittwoch wird gefeiert und der der offizielle Urlaub eingelaeutet :-) Wir haben super viele Plaene fuer die Woche (oder villeciht zwei Wochen) auf SAnsibar. Es gibt id eMoeglichkeit mit Delphinen zu schwimmen, oder eine Gewueztour ueber die Insel zu starten, wir koennen schnorcheln, oder einfach am Stand chillen. Traumhaft. Ich frage mich, wie es wird, da es jetzt schon wie im Paradies ist... Es ist paradisisch!!!
So, das war nur ganz kurz. Ich melde mich mit Fotos wieder ausfuehrlicher, wenn ich *zu Hause* in Ndola bin. Dann schreibe ich auch etwas ueber das Seminar. Das ist im Momnent bisschen schwierig.
Vielleicht bekommt ihr aber auch vorher nochmal einenkleinen reisebericht.
Ich sende euch super sonnige Urlaubsgruesse nach Hause, Eure Franzi
Freitag, 22. Januar 2010
Vorerst letzter Eintrag aus Sambia…
… denn am Donnerstag machen wir uns schon auf den Weg nach Tansania. Unsere erste Station wird Mpika sein. Also müssen wir erst einmal wieder 10 Stunden Bus fahren, bis wir dann Donnerstagnacht bei den anderen 3 Freiwilligen ankommen. Freitag geht’s dann mit dem Zug von Mpika nach Darres Salam in Tansania. Da wir zu fünft reisen, die Zugabteile jedoch nur für 4 Leute ausgerichtet sind, mussten wir 2 Abteile Buchen. Das ist nicht so schlimm, denn die Fahrt mit dem Zug nach Tansania kostet umgerechnet nicht mal 40 Euro. Und das mit erster Klasse. Wobei erste Klasse in Sambia sicherlich nicht mit erster Klasse in Deutschland vergleichbar ist. Die Fahrt nach Tansania kann bis zu 3 oder sogar 4 Tagen dauern. Uns wurde geraten, vorsichtshalber einen, oder auch mehrere Wasserkanister mitzunehmen, da es wohl nach einem Tag kein Wasser mehr im Zug geben soll. Hm… Wir lassen uns überraschen uns freuen uns trotzdem auf das Abenteuer mit dem Zug durch Afrika zu bummeln. Je nach dem, wie lange der Zug braucht, sind wir ein paar Tage vor dem Seminar in Darres Salam. Das könnten wir dann nutzen, um uns schon einmal die Stadt bisschen anzugucken. Naja, abwarten, wie lange dieser Trip tatsächlich dauert!!! Urlaub folgt nach dem Seminar. Eine Woche auf Sansibar und abschließend noch einmal ein paar Tage in Tansania, bevor wir dann zurück nach Sambia fliegen.
Die Arbeitswoche verging wie im Flug. Es ist weiterhin traurig, nicht nachvollziehbar, unfassbar und anstrengend für mich, aber mittlerweile komme ich einer sinnvollen Aufgabe für mich immer näher.
Die europäische Physiotherapeutin machte mir den Vorschlag, dass ich ihr bei der Arbeit über die Schulter gucke. Sie meinte ich würde ihr einen großen Gefallen tun, wenn ich dann einige Übungen selbstständig mit den Kindern trainiere an den Tagen, an denen sie nicht da ist. Ich hab sie erstmal nur mit großen Augen angeguckt Wer weiß, was ich da alles falsch machen kann!? Sie hat mich schnell überzeugt, dass die Idee gut ist und so bekam ich diese Woche meine ersten Einführungen in die Physiotherapie. Mit Stift und Zettel saß ich neben ihr und hab neugierig zugehört und fleißig notiert, was sie mir erklärte. Bereits letzte Woche gab sie mir eine dicke Mappe, in der Grundlagen der Physiotherapie erläutert sind. Auch eine Mappe mit bildlich dargestellten Übungen gab sie mir dazu. Jetzt bin ich also voll ausgerüstet und es kann los gehen. Meine Karriere als Physiotherapeutin Natürlich müssen erst noch ein paar Lehrstunden folgen, aber inzwischen bin ich selbst auch davon überzeugt, dass das eine gute Idee ist. Damit hab ich eine echte und vor allem wirklich sinnvolle Aufgabe für mich gefunden. Ich freu mich richtig drauf, weil es super interessant ist und ich nebenbei noch wirklich was dazulernen kann.
Mehr gibt’s im Moment gar nicht zu berichten. Ich hab euch ein paar Bilder von dieser und den letzten Wochen zusammengestellt. Für die, die noch nicht rausgefunden haben, wie man die Bilder öffnet (liebe Miri!!!), ihr müsst einfach auf den Titel klicken, der unter dem angezeigten Bild steht. Dann kommt ihr automatisch in das Album.
Ich denke ich werde mich erst wieder melden, wenn wir in Tansania angekommen sind.
Also, bis irgendwann.
Eure Franzi
… denn am Donnerstag machen wir uns schon auf den Weg nach Tansania. Unsere erste Station wird Mpika sein. Also müssen wir erst einmal wieder 10 Stunden Bus fahren, bis wir dann Donnerstagnacht bei den anderen 3 Freiwilligen ankommen. Freitag geht’s dann mit dem Zug von Mpika nach Darres Salam in Tansania. Da wir zu fünft reisen, die Zugabteile jedoch nur für 4 Leute ausgerichtet sind, mussten wir 2 Abteile Buchen. Das ist nicht so schlimm, denn die Fahrt mit dem Zug nach Tansania kostet umgerechnet nicht mal 40 Euro. Und das mit erster Klasse. Wobei erste Klasse in Sambia sicherlich nicht mit erster Klasse in Deutschland vergleichbar ist. Die Fahrt nach Tansania kann bis zu 3 oder sogar 4 Tagen dauern. Uns wurde geraten, vorsichtshalber einen, oder auch mehrere Wasserkanister mitzunehmen, da es wohl nach einem Tag kein Wasser mehr im Zug geben soll. Hm… Wir lassen uns überraschen uns freuen uns trotzdem auf das Abenteuer mit dem Zug durch Afrika zu bummeln. Je nach dem, wie lange der Zug braucht, sind wir ein paar Tage vor dem Seminar in Darres Salam. Das könnten wir dann nutzen, um uns schon einmal die Stadt bisschen anzugucken. Naja, abwarten, wie lange dieser Trip tatsächlich dauert!!! Urlaub folgt nach dem Seminar. Eine Woche auf Sansibar und abschließend noch einmal ein paar Tage in Tansania, bevor wir dann zurück nach Sambia fliegen.
Die Arbeitswoche verging wie im Flug. Es ist weiterhin traurig, nicht nachvollziehbar, unfassbar und anstrengend für mich, aber mittlerweile komme ich einer sinnvollen Aufgabe für mich immer näher.
Die europäische Physiotherapeutin machte mir den Vorschlag, dass ich ihr bei der Arbeit über die Schulter gucke. Sie meinte ich würde ihr einen großen Gefallen tun, wenn ich dann einige Übungen selbstständig mit den Kindern trainiere an den Tagen, an denen sie nicht da ist. Ich hab sie erstmal nur mit großen Augen angeguckt Wer weiß, was ich da alles falsch machen kann!? Sie hat mich schnell überzeugt, dass die Idee gut ist und so bekam ich diese Woche meine ersten Einführungen in die Physiotherapie. Mit Stift und Zettel saß ich neben ihr und hab neugierig zugehört und fleißig notiert, was sie mir erklärte. Bereits letzte Woche gab sie mir eine dicke Mappe, in der Grundlagen der Physiotherapie erläutert sind. Auch eine Mappe mit bildlich dargestellten Übungen gab sie mir dazu. Jetzt bin ich also voll ausgerüstet und es kann los gehen. Meine Karriere als Physiotherapeutin Natürlich müssen erst noch ein paar Lehrstunden folgen, aber inzwischen bin ich selbst auch davon überzeugt, dass das eine gute Idee ist. Damit hab ich eine echte und vor allem wirklich sinnvolle Aufgabe für mich gefunden. Ich freu mich richtig drauf, weil es super interessant ist und ich nebenbei noch wirklich was dazulernen kann.
Mehr gibt’s im Moment gar nicht zu berichten. Ich hab euch ein paar Bilder von dieser und den letzten Wochen zusammengestellt. Für die, die noch nicht rausgefunden haben, wie man die Bilder öffnet (liebe Miri!!!), ihr müsst einfach auf den Titel klicken, der unter dem angezeigten Bild steht. Dann kommt ihr automatisch in das Album.
Ich denke ich werde mich erst wieder melden, wenn wir in Tansania angekommen sind.
Also, bis irgendwann.
Eure Franzi
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